Save the Date 25 Jahre zsfb Heidelberg: SYSTEMIX RELOADED 18.-19. Oktober 2024
Auf unserer Jubiläumstagung wollen wir uns der Rolle von
Intention, Passion und Emotion - Triebkräfte von Transformationen
in und von sozialen Systemen zuwenden.
SYSTEMIX RELOADED 18.-19. Oktober 2024
Wir bieten unseren Kursteilnehmern aktueller Kurse, unseren Alumni sowie Neugierigen anderer Lernfelder mit SYSTEMIX RELOADED ein Forum an, sich über aktuelle Themen systemischer Theorie und Praxis auszutauschen sowie mit renommierten Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft ins Gespräch zu kommen.
Beginn: Freitag, 18. Oktober um 16:30 Uhr, Ende: Samstag, 19. Oktober um 16.30 Uhr
Genauer Titel und weitere Informationen werden noch bekannt gegeben. www.systemixreloaded.de
Ins Dazwischen – Expedition in Krisenzonen organisationalen Wandels
SYSTEMIX RELOADED 20.-21. Oktober 2023
Ins Dazwischen – Expedition in KrisenZonen organisationalen Wandels
Krisen sind bekanntermaßen Treiber von Veränderungen und wir haben gegenwärtig wahrhaft keinen Mangel an Krisen. Auf der diesjährigen Kurztagung SYSTEMIX RELOADED gehen wir der Frage nach, wie Personen und Organisationen Krisen produktiv nutzen können. Weder Organisationen noch Menschen verwandeln sich nicht von 0 auf 1 – von alt auf neu – sie gehen immer durch ein Dazwischen, eine Krisenzone, in der Neues zur Welt gebracht werden muss. So wie es Saulus bei seiner Fahrt nach Damaskus passierte. Gemeinsam mit unseren Alumni und Neugierigen anderer Lernfelder wollen wir eine dialogische Expedition in jene Krisenzonen organisationalen Wandels unternehmen, um Erfolgsgeheimnissen gelungener personaler und organisationaler Übergänge auf die Spur zu kommen. Dazu haben wir Expertinnen und Experten aus Forschung und Topmanagement eingeladen, um gemeinsam miteinander übereinander ins Gespräch zu kommen.
Über die Kurztagung SYSTEMIX RELOADED bieten wir unseren Alumni, aktuellen Ausbildungsteilnehmenden und anderen systemisch interessierten und berufserfahrenen Praktiker:innen aus der Personal- und Führungskräfteentwicklung sowie Organisationsentwicklung und -beratung, aber auch Personal- und Projektleiter:innen sowie Führungskräften ein Forum, sich einmal jährlich über aktuelle Themen der systemischen Theorie und Praxis auszutauschen und mit Kolleg:innen sowie renommierten Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu vernetzen.
Die Kurztagung SYSTEMIX RELOADED wird vom zsfb - Zentrum für systemische Forschung und Beratung veranstaltet. Das zsfb wurde vor gut 30 Jahren durch Dr. Hans Rudi Fischer und Kolleg:innen mit dem Ziel gegründet, einen qualitätssichernden curricularen Bezugsrahmen für systemtheoretisch fundiertes Denken zu schaffen. Auf diese Weise schließt das zsfb unmittelbar an die Praxis des Heidelberger Institut für systemische Forschung e.V. an, das bereits seit 1991 systemisches Denken für die organisationale Praxis nutzbar macht.
Weitere Informationen: www.systemixreloaded.de
SYSTEMIX RELOADED ist eine Kurztagung und dient als Denkwerkstatt rund um aktuelle Themen und Fragen, die für die systemische Praxis in Organisationen relevant sind. Neben Vorträgen von international renommierten Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen geben Workshops und andere Begegnungsräume die Gelegenheit, das eigene Handeln zu reflektieren, Praxiswissen aufzufrischen, zu vertiefen und anzureichern, Erfahrungen und Ideen auszutauschen und Standpunkte innerhalb aktueller Diskurse der Personal- und Organisationsentwicklung zu hinterfragen.
Vorwärts! I Vergessen? Systemische Organisationsentwicklung im Spannungsfeld von Exzellenz und Ethik
SYSTEMIX RELOADED 21.-22. Oktober 2022
Die Selbstverständlichkeiten, die Gesellschaft und Wirtschaft tragen, wurden noch nie so radikal in Frage gestellt wie in der aktuellen Krise. Die Ungewissheit (in) der Wirtschaft ist groß. Mit den globalen und lokalen Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel, gesellschaftliche Polarisierung, digitale Transformation, Pandemien, Kriege – stehen Organisationen vor wichtigen Entscheidungen. Wie kommen Unternehmen durch diese Krisen, ohne allzu großen Schaden zu nehmen?
Gleichzeitig werden angesichts der ökologischen, politischen und sozialen Probleme Forderungen laut, die Krise als Lernerfahrung und Drehmoment einer allgemeinen Neuausrichtung der Wirtschaft zu nutzen: Der Erfolg eines Unternehmens solle sich nicht mehr nur an ökonomischen Kriterien orientierten, sondern auch am Beitrag zur Stabilisierung des ökologischen und sozialen Gleichgewichts. Hier wird meist die Ethik als Rechtfertigungsinstrument in Stellung gebracht.
In Anbetracht dieser enormen Herausforderungen stellt sich die Frage, wie Organisationen gestaltet und geführt werden können, ohne die eigene Stabilität zu gefährden. Wie viel Veränderung ist sinnvoll und wie viel Stabilität ist notwendig, um Unternehmen und die sie tragenden Menschen, gesund und zukunftsfähig zu halten?
OE kann Organisationen in diesem Prozess passgenau unterstützen, indem sie deren Kontextverankerung, Struktur, Kultur und Praxis multiperspektivisch in den Blick nimmt. Dabei werden Organisationen als Lebenswelten und Netzwerke sichtbar, zu deren Spannungsfeldern nicht nur die zwischen Stabilität versus Flexibilität, Tradition versus Innovation sowie analog versus digital gehören, sondern auch und vor allem: die zwischen Exzellenz und Ethik. Wir werden also auch zu fragen haben, wie weit ethische Argumentationsweisen in der Wirtschaft tragen.
Dieses Balancieren zwischen dem Streben nach Optimierung, Exzellenz und guter Unternehmensführung scheint ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Entwicklung von Organisationen zu sein.
Bei unserem Symposion Vorwärts | Vergessen ? – wollen wir der Frage nachgehen, wie Führungskräfte und BeraterInnen Organisationen im Prozess des Ausbalancierens zwischen Stabilität und Wandel sowie zwischen innerbetrieblichen, gesellschaftlichen und ökologischen Interessen wirksam begleiten können.
Fragen, die wir in Impulsvorträgen, Workshops und Diskussionen dialogisch ausleuchten, sind u.a.:
Was sind die Prämissen und Prinzipien Systemischer OE und wie lassen sich diese in die Praxis übersetzen?
Wie kann Stabilität innerhalb des Wandels geschaffen werden, um Transformationsprozesse nicht nur zu bewältigen, sondern auch proaktiv zu gestalten?
Wie können organisationale Transformationsprozesse so gestaltet werden, dass vorhandene Ressourcen nachhaltig und effizient zur Erreichung der gesetzten Ziele genutzt werden?
Veranstaltungsort: IWH - Internationales Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg
Zweck vs. Sinn - Heimat(los) in Organisationen?
SYSTEMIX RELOADED 26.-27. SEPTEMBER 2019
Unsere Jubiläumstagung SYSTEMIX RELOADED 2019 war ein schöner Erfolg!
Mit dem Titel "Zweck versus Sinn - Heimat(los) in Organisationen?" widmete sich die Tagung der Theorie und Praxis des Umgangs mit Identitätsdynamiken in Organisationen. Dabei diskutierten wir über "Heimat" als ein "heißes" gesellschaftliches Thema unserer Zeit, das eng verwoben ist mit der Frage, wer wird sind und wer wir sein wollen, also der Frage nach Identität. Es hat sich gelohnt, die Beziehungen des Begriffs „Heimat“ - aktuell politisch aufgeladen - zu den Begriffen „Sinn“ und „Zweck“ im Kontext gegenwärtiger Diskussionen um Sinnbestimmung und Sinnfindung im Arbeitsleben auszuleuchten!
Wir sprachen über Identitätsdynamiken, die auch in organisationalen Veränderungsprozessen eine zentrale Rolle spielen, und die aktuelle "Sinn-" Frage, die in vielen Unternehmen scheinbar immer wichtiger wird - alles nur PurePose, Bullshit und/oder vielleicht doch ein wichtiges Thema in der agilen VUCA-Welt? Wie immer haben wir uns kritisch, konzeptionell und praktisch mit den Themen auseinandergesetzt.
Umrahmt wurde die Tagung von einer Aktion der STORYDEALER (Heidelberg/Berlin), Indentitetris, die sich dem Thema "Heimat" in drei Akten annäherten - und mit den Teilnehmern "flügge" wurden. Den 2. Akt, Vogelflug und Nestwärme können Sie unter nachfolgendem Video ansehen:
Referenten: Dr. Hans Rudi Fischer // Stephanie Helene Bachmair // Ute Clement Ute Clement Consulting// Dr. Hans Geisslinger // Prof. Dr. Heiner Keupp // Prof. Dr. Jürgen Kriz // Sören Krüger // Elena Linden // Holger Nauheimer // Dr. Stefanos Pavlakis // Marc Richter // Moderation: Jacques Chlopczyk
Informationen zum Programm & Referenten: www.systemixreloaded.de
Fotos: Joana Kauer / Tinbird Film Bureau























The ME needs the WE to be. Systemische Führungsperspektiven
SYSTEMIX RELOADED 18.-19. Oktober 2018
"The ME needs the WE to be"
10. Systemix reloaded - Kurztagung vom 18.–19. Oktober 2018
Das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gemeinschaft, zwischen der Erfüllung individueller Wünsche und Begierden und kollektiven Interessen ist ein grundlegendes Dilemma:
Angesichts bitterer Lehren aus der Finanzkrise, dem immer noch schwelenden „Dieselgate“ sowie aktuellen Korruptions- und Compliance-Fällen, könnte man glauben, das Gleichgewicht zwischen dem „Me“ und „We“ hat sich zulasten der gemeinschaftlichen und organisationalen Interessen verschoben.
Mit der mittlerweile zehnten Systemix-Reloaded-Kurztagung haben wir unsere Initiative für ein verändertes Führungsverständnis fortgesetzt und das Heidelberger Modell dienender Führung in Theorie und Praxis vorgestellt und kritisch diskutiert.
Umrahmt wurde das Programm von musikalischen Zwischenspielen des Duos Martinique - Martina Baumann am Akkordeon und Uwe Loda an Saxofonen und Klarinette. Die Intervention der Story Dealer (Dr. Hans Rudi Fischer, Dr. Hans Geisllinger, Dr. Stevanos Pavlakis) machte das Thema der Veranstaltung für die Teilnehmer erlebbar. Fotos: Joana Kauer, Berlin
Dienende Führung - Von der Gier zum Wir.
Symposion 07.-08. Juni 2018
Vom 07.-08. Juni 2018 veranstaltete das zsfb ein Symposion zum Thema "Dienende Führung: Von der Gier zum Wir" im Schlosshotel Molkenkur in Heidelberg.
Das Konzept „Dienende Führung“ basiert auf der Erfahrung, dass Bescheidenheit, Authentizität, Mut und Verantwortungsübernahme Grundlagen eines dauerhaften Führungserfolges darstellen, weil sie nicht nur zum Wohle der Organisationen, deren Beteiligte, sondern auch zum Gemeinwohl beitragen.
Unsere Referenten und Verantwortliche aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft haben praxisrelevante Leitfragen diskutiert und beantwortet:
Wie wirken sich die gesellschaftlichen und technologischen Umbrüche (Industrie 4.0) auf Wirtschaft und Organisationen aus?
Wie sieht die Arbeitswelt 2030 aus?
Wie lassen sich die Errungenschaften Sozialer Marktwirtschaft im global entfesselten Finanzkapitalismus bewahren und weiterentwickeln?
Warum und wozu ist ein verändertes Führungsverständnis notwendiger denn je?
Wie verändert das Konzept der „Dienenden Führung“ das Rollenverständnis von Menschen, die „Führung als Profession“ betrachten?
Wie kann und soll „Dienende Führung“ in der Praxis aussehen?
Lars Eidinger inzenierte einige Schort-Cuts aus Hamlet und Richard II. und leuchtete im Gespräch mit Hans Rudi Fischer die Themen “Gier und Macht” aus literarischer Perspektive aus.
AGILPROP – SYSTEMISCHE PERSPEKTIVEN AUF NEUE ORGANISATIONSKONZEPTE
SYSTEMIX RELOADED 19.-20. OKTOBER 2017
Auf unserer Kurztagung Systemix Reloaded 2017 fokussierten wir uns auf das Adjektiv "agil", das in den letzten Jahren von der Bezeichnung einer Softwareentwicklungsmethode zu einer der meistdiskutierten Konzepte innerhalb des praktischen Organisationsdiskurses geworden ist.
Organisationen müssen und wollen im Zeitalter digitaler Revolution schneller lernen und offener für Lernprozesse werden. Wie geht das? Hat das Konzept Substanz oder ist es eine Worthülse aus dem Bullshituniversum, das gerade Triumpfe feiert? Wir haben unter systemischem und dekonstruktivem Blickwinkel die Programmatik und die Methoden dieses Ansatzes reflektiert und diskutiert.
Referenten: Prof. Ulrich Brinkmann // Prof. Heinz Klaus Stahl // Dr. Hans Rudi Fischer // Dr. Stefan Hölscher // Marc Richter // Thaddäus Schmitz // Michael Bursik // Moderation: Jacques Chlopczyk
In seinem Artikel, der an die Kurztagung anschließt, diskutiert Prof. Ulrich Brinkmann Agilität als Pendant zur »Digitalisierung« und als zentralen Bestandteil eines größeren zeitgenössischen Narrativs (Solutionismus). Er zeigt, dass Agilität als normativer Ansatz in der Tradition arbeitskraftbezogener Koordinations- und Kontrollformen von Arbeit steht und sich als solcher Bestandteile früherer Konzepte selektiv aneignet. Darüber hinaus fokussiert er die Machtvergessenheit dieses Ansatzes und kritisiert dessen fehlendes Verständnis für etablierte demokratische Verfahren.
Die Kraft des Zweifelns
Symposion 13.-15. Oktober 2016
Systemisches Denken hinterfragt die gewohnten Weisen, die Welt zu sehen. Getragen von der Einsicht, dass all unser Wissen nur relativ zu unseren Bezugssystemen gilt, stellte systemisches Denken tradierte Gewissheiten in Wissenschaft, Gesellschaft und alltäglichem Handeln in Frage. So lädt systemische Theorie zur Skepsis gegenüber vermeintlich sicherem Wissen ein und zeigt zugleich, dass eine solche Haltung mit einer gelingenden Handlungspraxis einhergehen kann.
Am pointiertesten zeigte sich der Unterschied zu anderen Positionen in den 1980er-Jahren im Umgang mit psychischen Abweichungen. Heftig wurde darüber gestritten, ob es sinnvoll ist, diese als „krank“ zu bezeichnen. Die kritische, selbstreflexive Haltung ist aus dem Denken weitgehend verschwunden, gesellschaftliche Reflexionssperren greifen um sich. Sie verhindern das Weiterdenken, weil sie mit Begriffen operieren, die man nicht mehr zu hinterfragen wagt.
Kaum merklich werden auf diese Weise die Denk- und Handlungsräume kleiner, in denen wir uns bewegen. Ebenso unmerklich gerät der Begriff „systemisch“ – auch durch seine Inflationierung – in diese unhinterfragbaren Sphären. Wird das dazu führen, dass allein der Verweis auf „abgesicherte“ Methodik ein Nachfragen erübrigt?
Mit unserem Kongressthema »Die Kraft des Zweifelns – Systemische Praxis in Zeiten ›sicheren‹ Wissens« haben wir u.a. hinterfragt, wer bestimmt, was »gesund«, was »krank« ist und wie sinnvoll es ist, mit diesen Begriffen zu operieren. Dabei haben wir eine wichtige Ressource des Systemischen wieder wachgerufen: Reflexionsbereitschaft - auch gegenüber dem eigenen Denken und Handeln.
Wissenschaftliche Leitung: Hans Rudi Fischer, Arist von Schlippe, Ulrike Borst
Ehrengäste: Prof. Dr. Dr. Helm Stierlin (Heidelberg) Prof. Dr. Dr. Joseph Duss-von Werdt (Luzern)
Referenten: Maria Borcsa, Ulrike Borst, Frank E.P. Dievernich, Angelika Eck, Hans Rudi Fischer, Allen Frances, Hans Geißlinger, Peter W. Gester, Ágnes Heller, Stefan Junker, Heiner Keupp, Heiko Kleve, Björn Kraus, Jürgen Kriz, Josef Mitterer, Cornelia Oestereich, Günther Ortmann, Bernhard Pörksen, Jonathan Rée, Martin Rufer, Günter Schiepek, Arist von Schlippe, Bernd Schumacher, Jochen Schweitzer, Fritz B. Simon, Heinz Klaus Stahl, Maja Storch, Jürgen Straub, Wolfgang Tschacher, Harald Welzer
Mitveranstalter des Kongresses war das Heidelberger Institut für systemische Forschung e.V. und die IGST e.V.
SYSTEMISCHE INTERVENTIONEN IN ORGANISATIONEN - KUNST ODER HANDWERK?
SYSTEMIX RELOADED 22.-23. OKTOBER 2015
Wie können systemische Beratungsprozesse künstlerisch aufgewertet und gestaltet werden? Wie können Interventionen kunstvoll inszeniert werden, sodass Sie für unternehmerische Veränderungs- und Entwicklungsprozesse fruchtbar werden? Und was ist das systemische Handwerk dahinter? Systemix Reloaded 2014 brachte die systemische Beratung in den Dialog mit der Kunst: gemeinsam reflektierten wir, wie systemische Interventionen durch künstlerische Anleihen bereichert werden und performative Aktionen mit (Groß-)Gruppen kreativ gestaltet werden können.
Gemeinsam mit Hans Geisslinger und Stefanos Pavlakis haben wir künstlerische Interventionen durchdacht und verprobt, die dazu beitragen, neue Impulse am Übergang zwischen Bekannten und Unbekannten, durch Verfremdung, Spiel und Experiment zu setzen und Führung, Management und Zusammenarbeit spielerisch zu reflektieren und neu zu denken. Über Praxisbeispiele haben wir die Chancen und Grenzen dieser Interventionen diskutiert und die Kontexte ausgeleuchtet, in denen künstlerische Interventionen wirksam sein können.
JEIN. MIT AMBIVALENZ IN ORGANISATIONEN ARBEITEN
KURZTAGUNG 22.-23. OKTOBER 2015
Geh mit mir.... Ja, aber... . Wer von uns hat noch keine Ambivalenzen erfahren müssen bzw. dürfen? Man scheint gefangen in einem Entweder–oder, einem Ja oder Nein, ein Drittes scheint ausgeschlossen. Ambivalenz wird mit Vorstellungen und Gefühlen verbunden, die als Hin- und Hergerissen, Pendeln, Zögern, Zweifeln oder Schweben beschrieben werden. Ambivalenzen aller Art gelten als Merkmal gegenwärtiger, „postmoderner“ Gesellschaften und sie nehmen gewaltig zu. Ambivalenz ist ein individuelles und gesellschaftliches Urphänomen, ein Spannungsfeld, das zur alltäglichen Erfahrung in Coachings und in der Organisationsberatung gehört. Wie dieses Spannungsfeld, das sich im Erleben von Ambivalenz unterschiedlichster Formen auftut, fruchtbar werden kann, war Thema der Kurztagung 2015.
Ambivalenzen, richtig erkannt und genutzt, sind die Produktivkräfte kreativen Denkens und Handelns schlechthin. In der Überzeugung, dass es sich dabei um ein – auch systemisch – überaus entwicklungsfähiges Konzept handelt, haben wir im Dialog mit international renommierten Experten seine Potentiale ausgeleuchtet, um differenzierte Hand- und Denkwerkzeuge für die Arbeit mit Ambivalenz in Organisationen zu formulieren. Wir haben die Sensibilität und Achtsamkeit für Ambivalenzen in Organisationen geschärft und die Befähigung zum kreativen Umgang damit als – vergessene – beraterische Grundkompetenz gehalten. Die Teilnehmer sind mit uns auf die Reise durch die Ambivalenzen sozialer Systeme gegeangen, und haben mit uns gemeinsam ein systemisches Vademecum (lat. geh mit mir) erarbeitet.
Referenten: Prof. em. Kurt Lüscher // Prof. Günther Ortmann // Prof. Heinz Klaus Stahl // Dr. Hans Rudi Fischer
MANAGAMENT BY BYE? KONTROLLE UND KREATIVITÄT IN ORGANISATIONEN
SYSTEMIX RELOADED 17.-18. OKTOBER 2013
Im Jahr 2013 fokussierten wir auf die Fragen, wie Management und Kreativität zusammengedacht werden können, in welchen (Arbeits-)Kontexte sich Kreativitätspotentiale entfalten und wie organisationale Phasen des Dazwischens begleitet und geführt werden können, sodass Neues in die Welt kommt. Dabei hinterfragten wir die Idee von der Berechenbarkeit und Beherrschbarkeit von Kreativität und leuchteten aus, wie organisationale Umbrüche genutzt werden können, dass sie zum Motor unternehmerischer Entwicklung werden. Hierzu kultivierten wir einen reflektierten Umgang mit Unsicherheit im Unternehmen an Praxisbeispielen.
Referenten: Dr. Hans Rudi Fischer // Prof. Heinz Klaus Stahl // Prof. Joachim Funke // Dr. Catrin Schuckert // Dr. Claus Riehle // Moderation: Jacques Chlopczyk
WOZU SYSTEMISCH ENTSCHEIDEN?
SYSTEMIX RELOADED VOM 11.-12. Oktober 2012
Das rationale Kalkül gilt als das Alleinstellungsmerkmal des homo oeconomicus und bildet die Grundlage für organisationale Entscheidungsprozesse. Emotionale Verstrickungen finden dabei wenig Beachtung, obwohl es gerade die affektiv gefärbten Paradoxien und Fragen sind, die in kritischen organisationalen Phasen einer Entscheidung bedürfen. Die Transformation solcher Paradoxien steht oft im Mittelpunkt erfolgreicher Beratungsprozesse.
In Zeit der vielen Gleichzeitigkeiten sollte diese Komplexität in Entscheidungsprozesse eingespeist werden - hierfür sind andere methodische Zugänge gefragt. Es geht um die Balance zwischen hinreichender Komplexität und handlungsnotwendiger Einfachheit. Eine systemtheoretische Betrachtungsweise von Entscheidungsprozessen kann dabei sowohl der Komplexität Rechnung tragen, als auch dazu beitragen, das Netzwerk der Verbindungen und Verpflichtungen, zwischenmenschlichen Verstrickungen und emotionale Irrationalitäten reflektieren.
Systemix Reloaded 2012 widmete sich diesem Themenkomplex. Gemeinsam mit Hans Rudi Fischer, Günther Ortmann und Heinz Klaus Stahl haben wir dieses Themenfeld entlang von folgenden Leitfragen erkundet:
Wie können uns der Logik von Paradoxien bedienen um Entscheidungsprozesse besser zu machen?
Wie können emotionale Aspekte bei Entscheidungsfindungsprozessen berücksichtigt werden?
Wie kann der systemische Methodenkoffer dabei helfen, unterschiedliche Sichtweisen auf Entscheidungsfragen ins Verhältnis zu rücken?
Wie kommt neues in die Welt? - Systemisch weiter denken...
INTERNATIONALES SYMPOSION VOM 17.–20. MAI 2012
21 Jahre nach dem Kongress - Das Ende der großen Entwürfe und das Blühen systemischer Praxis -, sind wir mit renommierten Experten aus Kreativitätsforschung, Psychologie, Philosophie, Humanwissenschaften, Kunst und Psychotherapie der Frage nachgegangen, wie Neues in die Welt kommt.
Im Mittelpunkt stand der interdisziplinäre Dialog über das Verständnis von Schöpfungskraft, Kreativität und Innovationsfähigkeit in Wissenschaft und Kunst. Die Bedeutung dieses Dialoges für die Praxis in Therapie und Beratung, in Teams, Organisationen und Gesellschaften wurden in Vorträgen, Workshops und einem anspruchsvollen Kulturprogramm ausgelotet.
Der Kongress wurde zu einem Forum um systemisches Denken und Handeln weiter zu entwickeln, um es vor Beliebigkeit oder dogmatischer Erstarrung zu bewahren und die Früchte des systemischen Diskurses in verschieden Feldern kritisch zu reflektieren: ehemals neue, „revolutionäre“ Ansätze drohen dogmatisch zu erstarren, wenn sie einmal zum Standard geworden sind. Droht das dem Systemdenken?
Wie kann unser Denken lebendig gehalten und vor dogmatischer Erstarrung bewahrt werden? Die Einsichten der Wissenschaftsgeschichte können der systemischen Theorie bei der Selbstbeobachtung helfen und anregen, vielfältige Praxisfelder, die durch das „Blühen systemischer Praxis“ entstanden sind, aufs Neue anzuschauen, kritisch zu hinterfragen und so Systemisches Denken lebendig zu halten.
Gemeinsam sind wir der Frage nachgegangen, wie Neues in die Welt kommt. Wie kann Neues bestimmt werden und wie sehen Muster für die Entstehung von Neuem aus?
Fragen, die in Vorträgen, Workshops, Diskussionen und Events etc. reflektiert wurden:
Wie sorgt therapeutische und psychosoziale Praxis für Neues in zwischenmenschlichen Beziehungen?
Was stößt kreative Prozesse in Personen, Teams, Organisationen oder Gesellschaften an?
Wie spielen Fantasie und Vernunft bei der Erzeugung des Neuen zusammen?
Wie wirken Antinomien, Paradoxien und Metaphern bei der Entstehung des Neuen?
Wie spielen Übergangskrisen, Verrücktheit, Kunst und Poesie zusammen?
Wie werden Entwicklungen, Innovationen und Denkrevolutionen angetrieben?
Wie können wir lernen, immer wieder anders zu denken?
Dazu haben wir international renommierte Experten aus Kreativitätsforschung, Psychologie und Humanwissenschaften, aus Philosophie, Kunst und Psychotherapie eingeladen, ihre Entwürfe und ihre Praxis zur Diskussion zu stellen. Das vielfältige Programm brachte die unterschiedlichen Perspektiven in Sektionen zusammen und in Vorträgen, Workshops, Events und einem anspruchsvollen Kulturprogramm miteinander in Dialog zu bringen.
„Der Untertitel heißt bewusst “systemisch” weiter denken - weil meine Erfahrung in den vergangenen Jahren zeigt, dass sich hier eine Dogmatik einstellt”“
Die Wirklichkeit der Metapher - Sprach- und Denkbilder in Therapie und Beratung
SYMPOSION AM 05.-07. Mai 2005
Zu dem Thema »Die Wirklichkeit der Metapher« fand vom 5. bis 7. Mai ein Symposium in Heidelberg statt. Veranstalter: Internationale Gesellschaft für systemische Therapie (IGST) in Kooperation mit dem Heidelberger Institut für systemische Forschung und Therapie, wissenschaftliche Leitung: Hans Rudi Fischer
Die uralte Frage, ob metaphorisches Denken rational oder irrational ist, welche Rolle Metaphern in der menschlichen Kognition spielen, welche Funktion sie für kreative Prozesse haben, hat durch Theorien und empirische Studien aus der kognitiven Linguistik einen ungeahnten Auftrieb bekommen. Angeregt durch viele interessante Ergebnisse der jüngeren Metaphernforschung, ist das Thema Metapher inzwischen zu einem »hot topic« in verschiedenen Wissenschaften avanciert. Der vorliegende Band bietet einen aktuellen interdisziplinären Überblick über konzeptionelle und methodische Fragestellungen, wie sie die gegenwärtige Metaphernforschung in Wissenssoziologie, Linguistik, Psychologie und Psychotherapie umtreibt.
Themen, die in Workshops, Vorträgen und Diskussionen behandelt wurden:
Theorie und Praxis des Metapherngebrauchs in Psychotherapie und Organisationsberatung
Kriege und Rosenkriege: Metaphern in Organisationsberatung und Paartherapie
Metaphern bei spezifischen Störungsbildern
Metaphernanalyse und Metaphernreflexion in Therapie und Coaching
Metaphorisches Denken und Kreativität
Teamentwicklung als Metaphernentwicklung
In Fortführung der Tagung „Eine Rose ist eine Rose ...“ (2002) wird das Symposium „Die Wirklichkeit der Metapher“ erfahrene Praktiker aus Therapie und Organisationsberatung und renommierte Theoretiker miteinander ins Gespräch bringen. Im Fokus des Dialoges standen methodische Fragestellungen des Gebrauchs von Sprach- und Denkbildern, um den an Metaphern Interessierten neue Impulse für die Praxis zu geben.
Hier können Sie sich den Flyer zum Ausdrucken im herunterladen.